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Trächtigkeitsprotokoll |
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Datum |
Läufigkeit |
Decktag |
Bericht |
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20.08.00 |
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Die Vulva ist bei Conny deutlich angeschwollen, ich rechne in ein/zwei Tagen mit dem Beginn der Läufigkeit. Wie immer hat Conny unmittelbar vor Beginn der Läufigkeit einen leichten Ausfluss. Zum Ausschluss einer BHS-Infektion werde ich diesmal einen Scheidenabstrich untersuchen lassen und nicht nur eine allgemeine antibiotische Abdeckung vornehmen lassen. Beide Hunde waren den Sommer über gesund und wie immer äußerst lebhaft. Ich habe die Hunde in weiser Voraussicht vor ca. 14 Tagen entwurmt. |
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21.08.00 |
1.Tg. |
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Beginn der Läufigkeit. Habe mit Herrn T. telefoniert, Toro steht derzeit zum Decken nicht zur Verfügung, - schade! Ich habe sofort in Kaiserslautern angerufen. Darius von Lustig würde sich auf ein Date mit Conny freuen, - prima! Abends waren wir beim Tierarzt und haben einen Scheidenabstrich machen lassen. Laut Anraten des Tierarztes beginnen wir bereits heute mit der antibiotischen Abdeckung. Er ist allerdings auch nicht der Meinung, dass die Absorption der Föten auf eine Infektion zurück zu führen ist. Habe Conny vorzeitig noch impfen lassen, da sie mit der Impfung sonst zum Zeitpunkt des voraussichtlichen Säugens fällig wäre. |
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24.08.00 |
4.Tg. |
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Letzte Antibiotikagabe, habe das Abstrichergebnis noch immer nicht. |
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25.08.00 |
5.Tg. |
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Der Abstrich ist heute erst im Labor angekommen, das Ergebnis frühestens nächsten Montag da! Angeblich hat die Helferin ihn Montag gleich weg geschickt. Wer´s glaubt... Solange dauert der Postweg nicht einmal nach Amerika. |
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26.08.00 |
6.Tg. |
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Interessierte werden wissen wollen, wie sich das Verhältnis der drei Hündinnen untereinander entwickelt hat. Vor gut einer Woche konnten meine Nachbarin und ich beobachten, wie Conny, aus für uns nicht ersichtlichen Gründen, auf Jenny los ging. Das Ganze verlief relativ unspektakulär, aber Conny ließ erst von Jenny ab, als diese sich, mit weit eingeklemmter Rute, bei ihrem Frauchen in Sicherheit brachte. Seither zeigt Jenny ein deutlich unterwürfiges Verhalten wenn wir ihr begegnen. Das Verhältnis meiner beiden Hunde hat sich bislang nicht verändert. |
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27.08.00
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7.Tg. |
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Gestern abends war ich im Boxer Klub, um unsere Zuchtwartin über den aktuellen Stand zu unterrichten. Helga zieht Ende September leider in den Odenwald, sie wird mir also zu einer evtl. Wurfabnahme nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir haben z. Zt. noch ein traumhaftes Sommerwetter mit Temperaturen um die 30 Grad C. Aus diesem Grunde halte ich es für angebracht hier ein Foto zu zeigen, das 1991 in den italienischen Boxerblättern unter dem Titel „Il Boxer e la Siesta“ veröffentlicht wurde. Es spricht mehr als 100 Worte über das Wesen der Rasse, wobei ich behaupte, Conny hätte sich in ähnlicher Situation erst noch ein Kopfkissen organisiert. Aber das versteht man dann wohl unter: „Weiterentwicklung der Rasse durch gute Zuchtauswahl“.
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28.08.00 |
8.Tg. |
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Ich habe heute das Abstrichergebnis erfahren. Eine Infektion mit BHS liegt nicht vor. Die Resistenzbestimmung hat ergeben, dass die vorgefundene Bekeimung auf das verabreichte Antibiotikum ausreichend reagiert. |
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01.09.00 |
12.Tg. |
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Wie auch beim letzten Mal, hat die Blutung etwas nachgelassen, die Schwellung der Vulva ist deutlich zurückgegangen. Es wird Zeit, dass wir zum Rüden fahren. Ich habe ein komisches Gefühl im Bauch. |
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02.09.00 |
13.Tg. |
1.Tg. |
Auf dem Weg nach Kaiserslautern haben wir den Klapperstorch auf seinem Weg in den Süden gesehen. Da sollte doch eigentlich nichts mehr schief gehen – oder? 1.Deckakt 14.00 Uhr: Die Rüdenbesitzer sind immer ganz begeistert davon, wie schnell sich Conny belegen lässt. Tatsächlich spielt sie kurz mit Darius und hält ihm dann kokett ihr Hinterteil hin. Der Deckakt dauert keine halbe Stunde. Beim Hängen ist sie ruhig. |
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03.09.00 |
14.Tg. |
2.Tg. |
2.Deckakt 11.00 Uhr: Conny war am Vormittag schon wieder völlig aufgeregt, es konnte nicht schnell genug zum Rüden gehen. Der zweite Deckakt verläuft genauso unproblematisch. Nach dem Hängen verabschiedet sich Conny mit einem freundlichen Knurren von Darius für die getane Arbeit. Ich bleibe noch zum Mittagessen bei den Müllers und fahre dann nach Hause. Abends habe ich noch Helga angerufen und ihr von meinen Erlebnissen berichtet. Die lange Zeit des Wartens beginnt! |
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04.09.00 |
15.Tg. |
3.Tg. |
Herr Müller hat mir am Wochenende eine Frage gestellt, deren Beantwortung ich mir als Zuchtanfängerin auch leichter vorgestellt habe: „Wie sind Sie eigentlich auf Darius gekommen?“. Mein Ziel ist es, gestromte, gesunde, schöne und intelligente Boxer zu züchten. Ich habe eine gesunde, schöne Hündin, also her mit einem eben solchen Rüden. Ich habe lernen müssen, dass es so einfach nicht geht. Wenn man, wie ich von mir behaupte, verantwortungsvolle Rassehundezucht betreiben möchte, muss man zunächst zu sich ehrlich sein und sich die Frage beantworten: „Wo zeigt meine Hündin Schwächen?“. Glücklicher Weise hat Conny nicht viele Schwächen und so erstellte ich mein Anforderungsprofil an den Rüden: Er muss einen sehr typvollen Kopf und Nasenstulp sowie ein breites Maul haben, gestromt sein, auffallend schön und im Wesen heraus- ragend sein, gesund und HD-frei sein und sollte eine italienische Abstammung haben. Seine bisherigen Nachkommen sind gesund, es zeigten sich keine Einhoder, keine Hasenscharten, er vererbt kein Weiß und sein Zuchtwert liegt deutlich unter 100. Unsere Zuchtwartin hat mich dann darüber aufgeklärt, dass ein solcher Rüde leider noch nicht geboren ist. Und so suchten wir dann gemeinsam nach einem Rüden, der meinen Wünschen halbwegs nahe kam. Meine Hündin hat natürlich nicht nur Schwächen sondern auch Stärken. So habe ich lernen müssen, mich bei der Wahl des Rüden auf Risiken einlassen zu müssen und Kompromisse zu schließen. Wenn man nach Studium aller Zucht- und Körberichte ein oder zwei Rüden findet, mit denen man sich auf das Abenteuer einlassen möchte, dann, so durfte ich weiter lernen, stehen diese garantiert nicht vor der eigenen Haustür. Frau Pelikan, in der Nähe von Wien wohnend, mailte mir unlängst, dass sie nördlich von Kiel war, um ihre Hündin belegen zu lassen. Gut – ganz so weit hatte ich es nicht, aber wer weiß? Kein, auf Gewinn orientierter Hundezüchter nähme je derartige Wege und die damit verbundenen Kosten auf sich. Aber zu dem Thema „Reichtum durch Hundezucht“ werde ich mich an anderer Stelle noch auslassen. An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an die Rüdenbesitzer aussprechen. Wo immer ich bisher hingefahren bin, wurde ich nach einer langen und mitunter anstrengenden Reise nett empfangen und umsorgt. Im Vorfeld hatte man sich um eine geeignete Unterkunft für mich und meine Hunde gekümmert. Ich finde so etwas nicht selbstverständlich. |
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weiter |
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