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Wurfprotokoll |
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| Datum | Wurftag | Bericht |
| 30.11.2002 | 5. Tag |
Temp.: 38.5° C, Wunde sauber und trocken Über den Biotonus von Weißen oder Züchter sind auch nur Menschen Man mag zu weißen Boxern stehen wie man will, ich jedenfalls freue mich über meine zwei "Eisbärbabys" genauso wie über alle anderen Welpen und ich habe sie ihrer Farbe wegen nicht weniger lieb. Trotz allem hält sich hartnäckig das Gerücht, die Weißen wären nicht so gesund und viel anfälliger als die "Normalen". Allen denen, die daran glauben, sei hier eine Geschichte erzählt, die ich bislang den aufmerksamen Lesern unterschlagen habe. Als ich am Dienstag Morgen mit der Klinik telefonierte und es hieß: "Fahren sie gleich los.", brach natürlich die Hektik bei mir aus. Nr. 1 auf die Wärmflasche in die Transportkiste, Transportkiste auf den Rücksitz, Conny in den Kofferraum, Monika abholen und in rasanter Fahrt ab in die Klinik. Auf der ganzen Fahrt fiepte Nr. 1 vor sich hin, nicht alarmierend, nein-, er fiepte nur. In der Klinik angekommen wartete das Praxisteam bereits in voller Bereitschaft auf die "Notgeburt". Ich: Conny an der Leine, Moni: Transportkiste in der Hand, stürmten wir in die Behandlungsräume. Drinnen angekommen, gleich die erste Frage: "Hat sie denn schon einen geworfen?" "Ja-, den da!" "Wen???" Ein Blick von mir in die Transportkiste, Transportkiste ist leer!!! Hektisches Suchen unter der Wärmflasche, in dem Handtuch, Nr. 1 war weg! Monika gleich raus zum Auto und hat Nr. 1 gesucht. Er fand sich dann unter den Pedalen auf der Fahrerseite. Außer, dass er ein wenig unterkühlt war und auf seiner Suche nach einer Zitze ohne Erfolg geblieben ist, ist dem kleinen Kerl aber nichts passiert. Aber es muss wohl so gewesen sein, dass die Züchterin in der Hektik der Geschehnisse, die Transportkiste nicht ordentlich verschlossen hat. Eine beachtliche Leistung von dem Kleinen für die ersten Lebensstunden, vom Rücksitz bis zu den Pedalen in meinem Auto sind einige Hindernisse zu bewältigen! Die zwei Weißen gleichen wirklich wie ein Ei dem anderen. Lange habe ich gebraucht die zwei, außer an ihren Genitalien, unterscheiden zu können. Auch vom Gewicht sind sie schön hübsch gleich. Aber dann habe ich entdeckt, dass es doch einen winzigen Unterschied gibt! Als typische Vertreterin des weiblichen Geschlechtes, hat sie sich einen ganz dezenten Lidstrich am unteren rechten Auge malen lassen. Eine kleine Eitelkeit, die mir aber eine große Hilfe ist.
Meine zwei "Eisbärenbabys", 5. Lebenstag Conny strebt jetzt kurzzeitig aus dem Gehege. Sie hat wieder diesen auffallenden Scharrzwang. Sie sucht alle "Höhlen" in der Wohnung auf, um darin ausgiebig zu scharren. Werde wohl um einen neuen Teppich in der Küche nicht drum herum kommen. |
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01.12.2002
1. Advent |
6. Tag |
Die Welpen werden zweimal täglich zu festen Zeiten gewogen. Der Schwerste ist z. Zt. Nr. 7, der gelbe Rüde. Er wird aber von seinen Geschwistern eng verfolgt. Ein "Schwächling" ist bislang nicht unter ihnen. Sie entwickeln sich schön gleichmäßig und jetzt werden sie schon zu kleinen Pummelchen. Deshalb habe ich beschlossen sie heute das erste Mal zu Entwurmen. Sie haben das Ganze recht gelassen über sich ergehen lassen und anschließend kräftig aus der Flasche gezogen. Was ihre Fresslust anbelangt unterscheiden sie sich deutlich vom A-Wurf, die saugen in sich auf was gerade geht. Leider haben sie aber auch den gleichen Konstruktionsfehler wie der A-Wurf: Es handelt sich bei allen um "Auslaufmodelle". Temp.: 38.4° C |
| 02.12.2002 | 7. Tag |
Temp.: 37.8° C, Die Welpen haben alle kleine Kugelbäuchlein mit Ausnahme von Nr. 7. Nr. 7 ist eine Kugel! Wenn es ihn aus dem Gleichgewicht wirft kugelt er wie ein Ball unaufhaltsam durchs Gehege, um dann laut quietschend zu verkünden, dass er der Meute mal wieder abhanden gekommen ist. Wir haben heute ein verdrießliches Wetter und ausgerechnet heute muss Conny einfallen, dass ihre Lagerbindung nicht mehr so extrem ist und sie jetzt weitere Spaziergänge wünscht. Sie verlässt jetzt auch schon einmal für kürzere Zeit das Wurflager um ihr Fressen wieder in der Küche einzunehmen oder sich kurz auf ihr Hundesofa zu legen. Es ist eine friedliche Familie. Die Kleinen saufen, schlafen und verdauen und werden stündlich größer. Ich kann sogar schon wieder durchschlafen, so friedlich ist es z. Zt. im Wurflager. Fast langweilig, wenn es nicht so nett wäre, den Kleinen bei ihrem Treiben zuschauen zu dürfen. Temp.: 37.8° C |
| 03.12.2002 | 8. Tag |
Temp.: 37.9° C, wie leichtfüßig und elegant trabt jetzt meine Conny wieder vor oder neben mir her! Ein schöner Anblick, der mich zufrieden stimmt, weil ich sehe, dass es ihr wieder gut geht. Ich lasse jetzt am Tag die Tür zum Gehege auf, damit Conny, wenn sie mag, das Gehege verlassen kann. Sie macht davon noch relativ selten Gebrauch. Die Welpen haben heute über den Tag, geradezu wie verabredet, alle 35 g zugenommen. Heute Abend ist eine nette Geschichte passiert. Nr. 7 gab keine Ruhe, ständiges Gequietsche, weil er noch Hunger hatte. Ich habe ihn mir geschnappt und bin ins Wohnzimmer mit ihm gegangen, um ihn zu füttern. Conny ist mir natürlich gefolgt, um zu schauen, was ich dort mit ihrem Welpen mache. Es dauerte keine zwei Minuten, erneutes Gequietsche aus dem Gehege. Ich habe, damit beschäftigt Nr. 7 zu füttern, Conny angeschaut und gesagt: "Schau nach, was dahinten los ist." Conny ist gleich brav los getrabt und erschien daraufhin mit Nr. 3 im Maul. Sie legte sie mir vor die Füße und schon hatte ich plötzlich zwei noch hungrige Mäuler zu stopfen. Nachdem die beiden satt waren, habe ich sie zurück zu ihren Geschwistern gebracht, wo sie dann ruhig schliefen. Ja-, und so teilen Conny und ich uns halt die Arbeit. Temp.: 38.1° C |
| 04.12.2002 | 9. Tag |
Temp.: 37.8° C, Die Kleinen werden jetzt schon mobiler. Sie krabbeln durch das Gehege, verlieren das Gleichgewicht und kugeln dann wie Bälle, um irgendwo liegen zu bleiben. Wenn sie dann nicht gleich Anschluss zu ihren Geschwistern finden ist das Geschrei groß. Sie sind in diesem Alter einfach putzig und so lebhaft wie sie jetzt schon sind, bin ich gespannt, was das werden soll, wenn die erst richtig sehen und laufen können. Conny hat einen enormen Flüssigkeitsbedarf. Sie säuft und frisst noch immer im Liegen bei ihren Kleinen. Temp.: 38.1° C |
| 05.12.2002 | 10. Tag |
Temp.: 38.1° C, ich bin schon seit Tagen am Grübeln, was für Namen ich den Kleinen geben kann. Mit den Rüden habe ich mich nicht schwer getan, sie haben alle schon Namen, aber die Damen...., da fallen mir nicht viele schöne Namen mit "B" ein. Ein wenig zeigt sich heute schon, dass es mit dem Öffnen der Augen nicht mehr lange dauern wird. Der eine oder andere blinzelt schon verschmitzt. Temp.: 37.8° C, Wunde reizlos, sauber und trocken |
| 06.12.2002 | 11. Tag |
Temp.: 37.7° C, einige von den Kleinen krabbeln jetzt schon an mir hoch, wenn ich im Gehege sitze, beständig auf der Suche nach der Milchquelle. Eine richtige Saugmaschine ist Nr. 7. Das Kerlchen säuft, dass ich manchmal denke, den muss es doch gleich zerreißen! Er hat seine Geschwister vom Gewicht her schon deutlich abgehangen und ist das dickste Kind im Wurf. Die Kleinen haben jetzt schon einen regelmäßigen Schlaf-/ Saufrhythmus, so dass Conny zwischen den einzelnen Saugattacken immer einige Stunden hat sich wieder zu erholen. Für mich bedeutet das, das ich die Welpen jetzt auch schon über einen kurzen Zeitraum mal alleine lassen kann.
Der kleine, dicke Kragenbär blinzelt schon! |
| 07.12.2002 | 12. Tag |
Temp.: 37.9° C, Heute habe ich Conny beim Spazierengehen das erste Mal wieder von der Leine gelassen. Sie hat es sichtlich genossen mit Askia ein paar Runden über die Wiesen zu rennen, auch wenn sie mit ihrer Freundin konditionsmäßig noch nicht wieder mithalten kann. Die Kleinen öffnen mehr und mehr die Augen und die kleinen Ohren schlappen jetzt auch langsam nach vorne. Sie sind schon richtig stämmig und zum Knuddeln süß. Sie versuchen jetzt schon zunehmend sich auf ihre kleinen Beinchen zu stemmen und zu laufen. Das Ganze schaut noch urkomisch aus, weil es noch erheblich am Gleichgewicht fehlt und es sie natürlich aus allen Bahnen wirft. |