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Alexis heißt jetzt „Max aus Oberbayern“. Attila wird jetzt „Konrad“ gerufen. Amico wurde im Alter von 10 Wochen an eine Familie hier in der Nähe verkauft. Er wurde der Zweitboxer in der Familie.
Was Askia junior anbelangt, so hat die Vernunft vor dem Herzen gesiegt. Ich habe sie nach skeptischer Auswahl der neuen Besitzer im Alter von 12 Wochen an eine boxerliebende Familie nach Sachsen verkauft. Amante wurde von ihren überglücklichen Besitzern im Alter von 14 Wochen abgeholt.
Im Alter von 8-9 Wochen zeigte Aurica deutliche Entwicklungsrückstände. Wieder bin ich über 100 km bis zum Tierarzt meines Vertrauens gefahren und habe sie untersuchen lassen. Sie zeigte einen massiven Mangel an roten Blutkörperchen und deutliche Anzeichen eines bestehenden Infektes. Die Wahrscheinlichkeit einer Leukose war aber auch nicht auszuschließen. Nach mehrwöchiger Behandlung wurde sie jedoch wieder vollständig gesund und holte ihre Entwicklungsrückstände zügig auf. Sie verließ ihr bisheriges Zuhause im Alter von 16 Wochen. Die Auswahl ihrer neuen Besitzer habe ich mir nicht leicht gemacht. Sie wurde in eine sehr hundeerfahrene Familie in die Schweiz verkauft.
Conny zeigte sich bis zur Abgabe des letzten Welpen als eine fürsorgliche und liebevolle Mutterhündin. Anders meine Askia, je länger die Welpen da waren, desto aggressiver wurde sie. Ich konnte sie über Wochen nur noch getrennt halten.
Wie blauäugig und naiv bin ich doch an das Thema Hundezucht heran gegangen! Man bringt die Hündin zum Rüden, wartet 9 Wochen und erfreut sich dann 8 Wochen am Heranwachsen der kleinen Hunde. Oh, nein- ! So einfach geht die Geschichte nicht!
Ich habe mir von anderen Züchtern sagen lassen, zudem, was ich in meinem ersten Wurf erlebt habe, haben andere Züchter mehrere Würfe benötigt. Ich habe also einen so genannten Crash-Kurs zum Thema Hundezucht gemacht. Mir wäre eine sanfte Einführung in die Geburt und Aufzucht lieber gewesen.
Nie hatte ich mir vorgestellt, dass Hundezucht mit soviel Mühe, Sorgen, Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. So manches Mal habe ich im Stillen gedacht: „Wie kann sich ein normal denkender Mensch so etwas nur freiwillig ein zweites Mal antun?“ Sicher, ich hatte es auch dadurch besonders schwer, weil es sich um einen Winterwurf handelte und ich die Welpen nur wenig hinaus tun konnte. Und doch, möchte ich heute nur wenige Momente missen.
Am Anstrengendsten habe ich die ersten drei Wochen empfunden. Keine ruhige Minute, keine Nacht durchgeschlafen, immer in Sorge um die Hunde.
Die schönste Zeit, und die überwiegt alle Sorgen, kam danach. Bei aller Arbeit, was habe ich Spaß daran gehabt, den Kleinen bei ihren dummen Späßen zuschauen zu können. Wie schön war es, miterleben zu dürfen wie aus hässlichen Entlein, zauberhafte kleine Hunde wurden. Wie viel durfte ich lernen, über die Entwicklung der Welpen von der Geburt bis zur Welpenabgabe. Wie interessant war es, die Entwicklung der einzelnen Charaktere beobachten zu können. Wie viele Stunden habe ich einfach nur damit verbracht, ihnen zuzuschauen. Was hat mir nicht Conny alles beigebracht, über die richtige Erziehung ihrer Kinder. Nein-, es gibt nicht viele Momente, die ich vermissen möchte.
Aber-, wie froh war ich auch, als alle neue Besitzer hatten und endlich wieder Ruhe einkehrte.
Monatelang hat sich mein Leben nur um die Hunde gedreht.
Ich zog aus, etwas über die Hundezucht zu lernen. Bei aller Mühe die damit verbunden ist, bei allen kleinen und größeren Tiefschlägen, die ich erleben musste, die Liebe zu diesem Hobby wird mir bleiben.
„Wir lernen nur von denen,